Zwetschgenknödel - Lieblingsrezept aus meiner Heimat Österreich

ZWETSCHGENKNÖDEL mit selbst gemachten Zimt-Zucker-Semmelbröseln

Wenn der Sommer langsam das Zepter an den Herbst übergibt und die ersten Blätter ihre goldenen und roten Töne zeigen, kommt sie endlich auf die Bühne: die Zwetschge.

Saftig-süß mit einer feinen Säure, reich an Mineralstoffen und Spurenelementen wie Kalium, Kalzium, Eisen und Magnesium, dazu voller Vitamine – diese kleine Frucht kann viel. Ihre sekundären Pflanzenstoffe unterstützen die Verdauung (bei besonders empfindlichen Mägen kann das schon mal für eine kleine Überraschung sorgen ;-)), wirken entzündungshemmend und sollen sogar bei Rheuma und Osteoporose hilfreich sein.

Ich liebe Zwetschgen und freue mich jedes Jahr auf die Erntezeit. Kaum eine andere Frucht lässt sich so vielseitig in der Küche einsetzen – eines meiner liebsten Rezepte ist dieses traditionelle Highlight aus meiner Heimat:

ZWETSCHGENKNÖDEL mit selbst gemachten Zimt-Zucker-Semmelbröseln

Diese Knödel sind ein echter Klassiker: der weiche Topfenteig umhüllt eine süße, zuckergefüllte Zwetschge, die in leicht gesalzenem Wasser gegart und anschließend in goldbraunen Zimt-Semmelbröseln gewälzt wird. Außen knusprig, innen fruchtig-süß – ein Gedicht für alle Sinne.

Ob pur, mit einer Kugel Vanilleeis oder einer samtigen Sauce: die Zwetschgenknödel sind perfekt für ein gemütliches Familienessen oder als besonderer Leckerbissen für Gäste.

Vorbereitungszeit: 30 Minuten

Kochzeit: 10 Minuten

TIPP: Dieses Rezept schmeckt auch mit Marillen als Frucht einfach göttlich!!

Zutaten für die Knödel:

250 g Topfen (Quark)

100 g Mehl

50 g Grieß

50 g weiche Butter

1 mittelgroßes Ei

1 Prise Salz

1 TL abgeriebene Zitronenschale

8 reife Zwetschgen

8 Stück Würfelzucker

50 g Butter

Zutaten für die Semmelbrösel:

100 g Semmelbrösel (Paniermehl) *kann man auch prima selbst herstellen (Zubereitungshinweis ganz unten)

ca. 40 g Butter für das Paniermehl

2 EL Zucker

1 TL Zimt

Zubereitung: Topfen, Mehl, Grieß, weiche Butter, Ei, Salz und Zitronenschale in eine Schüssel geben und zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig für etwa 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen – so kann er später besonders gut verarbeitet werden.

Die Zwetschgen waschen, entkernen und jede Frucht mit einem Stück Würfelzucker füllen. Ein süßer Kern, der später für das fruchtige Überraschungsmoment sorgt.

Den Teig in 8 gleich große Stücke teilen. Jedes Stück flach drücken, eine gefüllte Zwetschge darauflegen und den Teig rundherum sorgfältig verschließen, sodass kein Zucker entweichen kann.

Einen großen Topf mit leicht gesalzenem Wasser zum Kochen bringen. Die Knödel vorsichtig hineingeben und bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche steigen – ein sicheres Zeichen, dass sie fertig sind.

Während die Knödel kochen, die Butter in einer Pfanne zerlassen. Semmelbrösel, Zucker und Zimt hinzufügen und unter ständigem Rühren goldbraun rösten – der Duft, der jetzt durch die Küche zieht, ist einfach unwiderstehlich.

Die fertig gekochten Knödel mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen, gut abtropfen lassen und in den warmen, duftenden Bröseln wälzen.

Die Zwetschgenknödel auf Tellern anrichten und nach Belieben mit einer Kugel Vanilleeis oder einer samtigen Vanillesauce servieren. Jeder Bissen schmeckt nach Herbst, Wärme und kleinen Glücksmomenten.

* Selbst gemachtes Paniermehl

Kennst du das auch? Ein Brötchen oder ein Stück Weißbrot liegt noch herum, ist aber schon ein wenig zu hart zum Genießen. Bitte wirf es nicht weg! Daraus lässt sich ganz einfach leckeres Paniermehl zaubern, das du auf Vorrat in hübsche Behälter füllen und immer dann verwenden kannst, wenn du es brauchst. So sparst du nicht nur Geld und Ressourcen, sondern es schmeckt auch viel besser als das oft pappige Paniermehl aus dem Supermarkt – probier’s aus!

So gehts: Lass Brötchen oder Weißbrot zunächst vollständig trocknen, bis sie schön hart und frei von Restfeuchtigkeit sind. Du kannst ruhig auch Vollkornbrötchen verwenden, ob mit Nüssen, Saaten oder Körnern – so wird dein Paniermehl besonders aromatisch und knackig.

Zerkleinere das trockene Gebäck anschließend in einem geeigneten Küchengerät – Küchenmaschine, Standmixer oder Pürierstab – so lange, bis die gewünschte Körnigkeit erreicht ist. Nun nur noch abfüllen und trocken lagern. Fertig ist dein selbstgemachtes Paniermehl, immer griffbereit für knusprige Panaden und herzhafte Rezepte!

Schöne Vorratsbehälter für deine selbstgemachten Semmelbrösel (oder andere Leckereien...)

ZwetschgenKnödel